Skurrile Abläufe Rund Um Google Business Profile – Ein Praxisbericht Aus München
Wenn das Google Profil Prinzipal by Käfer zum Krimi wird
Das Prinzregententheater in München ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Neben hochkarätigen Veranstaltungen gehört für viele Gäste auch der kulinarische Teil des Abends fest dazu: Vor der Vorstellung oder in der Pause lädt die Gastronomie des Hauses zum Verweilen ein.
Seit Kurzem wird diese Gastronomie von Feinkost Käfer betrieben. Mit der Übernahme trat Feinkost Käfer mit einem klaren Auftrag an uns: Schaffe die Voraussetzung für die professionelle Verwaltung des Google Business Profils (GBP), damit Gäste online aktuelle Informationen finden, Reservierungen planen und sich einen ersten Eindruck verschaffen können.
Was zunächst nach einer Routineaufgabe klang, entwickelte sich schnell zu einer kleinen Fallstudie über die manchmal skurrilen Abläufe rund um Google Business Profile.
Ein vorhandenes Profil – aber kein Zugriff
Wie so oft existierte bereits ein Google Business Profil für die Gastronomie im Prinzregentheater. Dieses stammt noch aus der Zeit des vorherigen Betreibers. Das Problem: Der ehemalige Inhaber war nicht mehr erreichbar, und damit war auch kein Zugriff auf das bestehende Profil möglich.
In solchen Fällen gibt es grundsätzlich zwei Wege:
- Anspruch auf das bestehende Profil erheben oder
- ein neues Profil anlegen.
Da der Zugriff auf den früheren Betreiber nicht mehr herzustellen war, entschieden wir uns für den zweiten Weg.
Neues Profil aus Adplorer – direkt als Dublette erkannt
Über unser System Adplorer legten wir ein neues Google Business Profil an. Der Ablauf ist dabei klar strukturiert: Stammdaten erfassen, Standortinformationen hinterlegen und das Profil zur Veröffentlichung vorbereiten.
Wie erwartet reagierte Google prompt – allerdings nicht mit einer Freigabe, sondern mit einer Dublettenmeldung. Aus Googles Sicht existierte das Unternehmen an diesem Standort schließlich bereits.
Ein völlig normaler, wenn auch nicht ganz reibungsloser Schritt im GBP-Alltag.
Verifikation per Telefon – theoretisch
Google bot in diesem Fall eine telefonische Verifikation an. Der Haken daran: Die hinterlegte Rufnummer stammte noch vom vorherigen Betreiber der Gastronomie.
Noch komplizierter wurde es dadurch, dass dieser Anschluss inzwischen zwar formal existierte, praktisch aber nicht mehr erreichbar war. Eine Verifikation per Anruf war damit ausgeschlossen.
Eine einfache Lösung mit unerwarteten Folgen
Unsere naheliegende Lösung: Wir änderten die Rufnummer direkt im Adplorer.
Warum?
- Telefonnummern gehören zu den klassischen, regelmäßig vorkommenden Datenänderungen
- Betreiberwechsel machen solche Anpassungen notwendig
- Google akzeptiert diese Änderungen in der Regel problemlos
Und tatsächlich: Die neue Rufnummer wurde von Google übernommen und nach kurzer Zeit auch öffentlich im Profil ausgespielt.
So weit, so gut.
Verifikation gescheitert – trotz korrekter Daten
Trotz aktualisierter Rufnummer blieb ein entscheidender Schritt offen: die Verifikation des Profils.
Google erkannte zwar die neue Telefonnummer an, erlaubte aber weiterhin keine telefonische Bestätigung. Stattdessen wechselte der Prozess in die nächste Eskalationsstufe: die Verifikation per Postkarte.
Das bedeutet konkret:

- Eine Postkarte wird von Google an die Adresse der Gastronomie gesendet
- Darauf befindet sich eine PIN
- Ein Mitarbeiter vor Ort muss diese PIN entgegennehmen
- Die PIN wird anschließend im Google Business Profil hinterlegt
Erst danach gilt das Profil als verifiziert.
Agenturalltag zwischen Automatisierung und Postkarte
Dieser Fall zeigt sehr deutlich, wie widersprüchlich die Abläufe im Google-Business-Kosmos manchmal sein können:
- Digitale Profile werden automatisiert angelegt
- Stammdaten lassen sich systemseitig ändern
- Telefonnummern werden akzeptiert und veröffentlicht
- Und dennoch endet der Prozess bei einer klassischen Postkarte
Für Agenturen, die Google Business Profile für Kunden verwalten, gehört genau das zum Alltag. Zwischen sauberen Prozessen, klaren Zuständigkeiten und den teils eigenwilligen Mechanismen von Google liegt oft ein weiter Weg.
Fazit
Das Beispiel der Gastronomie im Prinzregentheater München macht deutlich:
- Betreiberwechsel sind im Google Business Profil besonders sensibel
- Alte Profile ohne Zugriff sind ein häufiges Problem
- Selbst scheinbar einfache Änderungen können unerwartete Verifikationswege nach sich ziehen
Am Ende gilt: Geduld, saubere Dokumentation und klare Kommunikation zwischen Feinkost Käfer und Adplorer als Agentur sind entscheidend. Und manchmal führt der Weg zur digitalen Sichtbarkeit eben doch über den Briefkasten.
Ein ganz normaler, wenn auch leicht skurriler Tag im Agenturalltag beii Adplorer rund um Google Business Profile.
Florian Unger

